re:publica – Big Data, virtuelle Realität und Sicherheit im Netz

Viele Leute drängeln sich durch den U-Bahnhof Gleisdreieck in Berlin und einige von ihnen stechen hervor, da sie ein buntes Band am Arm tragen, das den Schriftzug „re:publica 2017“ ziert. Noch einige Treppen hoch in die Luckenwalder Straße und dann ist der Eingang zur Station Berlin auch schon direkt erreicht. Eine Location der besonderen Art – keine klassische Messehalle, sondern vielmehr ein umfunktioniertes Fabrikgelände, welches nun Austragungsort einer der wichtigsten Mediaconventions ist.

Laut Veranstalter kamen dieses Jahr 9000 Gäste aus über 70 Ländern, um Teil dieser Konferenz der Medienbranche zu sein. Auf über neun Bühnen verteilt, liefen über vier Tage hinweg zahlreiche Vorträge. Aber nicht nur Vorträge, sondern auch Workshops, Diskussionen und Wettbewerbe standen auf dem Programm. Wir vom WANTED-Magazin waren auch vor Ort, um uns einen Überblick zu verschaffen, was in der Medienwelt in nächster Zeit wohl Trend sein wird. Spannende Sachen waren dabei – von neuen digitalen Geschäftsmodellen bis hin zu einer Milchkuh, die durch spezielle Sensoren Geschichten schreiben soll.

Also praktisch eine Kuh als Journalist – Wahnsinn! Viele solcher Aha Momente hielt die re:publica für ihre Besucher bereit und so gab es insgesamt rund 1000 Sprecher und 500 Stunden Programm.

Eines der Highlights der re:publica war der netzpolitische Dialog am Mittwoch mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Dieser macht gleich zu Beginn klar: „Das Internet ist fundamental für die Demokratie und als Kommunikationsmedium.“ Jedoch sprach er auch den Internetpessimismus an, der durch Hatespeech und Fakenews entsteht. Laut de Maizière ist folgendes für die Positionierung im Bezug auf die Netzpolitik bedeutsam: „Es ist wichtig, dass es eine Netzpolitik aus einem Guss gibt, zumindest aber ohne Wertungswidersprüche.“ In dem netzpolitischen Dialog ging es dann auch darum, dass sich de Maizière Fragen stellen musste und auch der Kritik zweier Netzaktivisten von netzpolitik.org. Sie diskutierten einerseits das Spannungsfeld von Freiheit im Internet und andererseits, wie die nötige Sicherheit gewährleistet werden kann.

Neben dieser Veranstaltung gab es jedoch noch zahlreiche andere und auf der Webseite der re:publica findet man viele Möglichkeiten, sich die Inhalte nochmal anzuschauen, teilweise auch im Videoformat. So ging es auch um Themen aus Randgebieten, wie etwa die Vision eines Weltraumaufzuges, die der Raumfahrt-Ingenieur Rainer Kresken vorgestellt hat oder um die Gefahren und Vorteile von Drohnen in ihren jeweiligen Einsatzgebieten.

Über Florian Krüger 55 Artikel
Der Chefredakteur, der den Stift immer zur Hand hat und vor lauter Ideen fast das Schreiben vergisst - aber hat ja geklappt! Voilà ...

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