TakeOff – Wursttoaster

„Entwickeln ist eine Herzensangelegenheit“

© Smartwurst GmbH

Woher kommt deine Begeisterung für das Entwickeln? War das von Anfang an ein Bastler-Hobby oder hast du etwas in diese Richtung studiert?

Als Kind war ich natürlich ein Bastler. Ich hatte meine eigene kleine Werkstatt im Keller, in der ich früher viele Dinge entwickelt habe. Ich habe dann aber später Maschinen- bau studiert, sodass ich die Möglichkeit hatte, mein Hobby zum Beruf zu machen. Das Entwickeln ist für mich der größte Spaß und auch in meiner Freizeit bastel ich in meiner kleinen Werkstatt an vielen Dingen herum.

Entwickelst du technische Geräte auch für an- dere Personen oder Unternehmen?

Ja, ich arbeite an anderen Projekten mit. Das letzte Projekt, an dem ich mitgearbeitet habe, war der Steckreaktor von Klarstein. Dabei handelt es sich um den heißesten Elektrogrill der Welt, welcher bis zu 800 Grad erreichen kann. Und sonst arbeite ich auch an anderen Projekten oder entwickle neue technische Kleinigkeiten, damit ein technisches Gerät schneller und effizienter arbeitet.

Bist du selbst leidenschaftlicher Griller? Kam dabei auch die Idee für den Wursttoaster?

Na klar. Wenn man selber nicht gerne grillt, fehlen die Voraussetzungen, um auf solche Ideen zu kommen.

Es ist aber so, dass der Wursttoaster nicht das Grillen ersetzt. Er ist eher für die Personen gedacht, welche das mit dem Grillen nicht so hinbekommen. Ich denke eher, dass das Fleisch auf die Holzkohle gehört, weil ich auf das Kokeln stehe.

Bei dem Wursttoaster wird der Geschmack vom Grillen reproduziert, indem das Lichtspektrum und die damit verbundene Hitze nachgeahmt wird, um die Wärme des Rostes, auf dem beim Grillen die Bratwurst liegt, zu imitieren. Bei einem Contest zwischen dem Bratwurstmuseum in Thüringen und uns mit dem Wursttoaster konnten wir den Sieg auch einheimsen. Bei euch in Weyhe – bei dem Kiosk der Weyher am Kirchweyher Bahnhof – haben wir auch einen der ersten Abnehmer gefunden, sonst sind in Bremen aber auch noch an anderen Stellen Wursttoaster zu finden.

Woraus besteht das Team der Smartwurst GmbH? Wie teilt ihr die Aufgabenbereiche auf?

Unser Team besteht aus Marco Bruns (32 Jahre) und mir (Felix Renees, 31Jahre). Dadurch, dass wir einen Deal mit Severin gemacht haben, ma- chen Marco und ich das bloß noch nebenbei und Severin kümmert sich größtenteils um den Vertrieb und die Herstellung für den so genanten Wurster. Dieser ist für den privaten Haushalt gedacht und wir kümmern uns nur um den Vertrieb vom Wursttoaster für verschiedene Gewerbe. Marco ist in unserem Team für die Finanzen zuständig und ich für die technischen Aufgaben, das Marketing machen wir beide dann zusammen. Dadurch, dass wir unsere Prozesse im Bereich Vertrieb auf dem neuesten Stand haben, ist es für uns meist nur noch eine Stunde Arbeit am Tag.

Was macht ein Vegetarier mit deinem Wursttoaster?

Der kauft sich wohl lieber etwas anderes (lacht). Ich finde aber auch, dass man Gemüse nicht in Wurstform quetschen muss. Aber natürlich kann man auch eine vegetarische Wurst in dem Wursttoaster braten. Es sind jedoch eher die richtigen Grillfreunde, die sich den Wursttoaster als Gag dazu kaufen. Die schicken uns dann manchmal auch Videos, wie der Wursttoaster zum Beispiel ins Büro einzieht. Auch bei Werder Bremen steht ein Wursttoaster in der Geschäftsabteilung.

Ist euch bei der Entwicklung des Wursttoasters alles in den Schoß gefallen?

Ne, in den Schoß gefallen, kann man nicht sagen. Wir kommen ja ursprünglich aus Oldenburg und sind dann bloß wegen der Wirtschaftsförderung nach Bremen gekommen. Denn in Bremen ist die Wirtschaftsförderung wirklich ziemlich gut. Der Grund dafür ist, dass sich hier alle Förderstellen untereinander kennen und so die Absprachen viel schneller laufen. Also ein großes Lob ans Land Bremen, denn es steht einem mit Rat und Tat auf jeden Fall zur Seite.

Sind noch weitere Grill-Gadgets in Planung?

Also der Wursttoaster kriegt wahrscheinlich noch einen Nachfolger, welcher für die Gastronomie gedacht ist. Ich habe ein ganzes Buch voller Ideen, daran soll es nicht mangeln.

Wie viele Wursttoaster haben schon einen Besit- zer gefunden? Seid ihr zufrieden mit der Aus- beute und wie sollen sich die Verkaufszahlen in nächster Zeit entwickeln?

Also wir verkaufen ja unabhängig von Severin, deswegen kann ich nicht sagen, wie viele Severin schon verkauft hat, aber im Privatbereich werden es einige mehr sein. Wir haben aber ca. 2000 Stück verkauft. Marco und ich werden nicht mehr viel Arbeit in den Vertrieb vom Wursttoaster stecken, wir haben uns die Freiheit erarbeitet, uns jetzt auch anderen Projekten zu widmen.

Vielen Dank für das Interview!

– Von Florian Krüger und Marie Hilken

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