„VON Kreativen, FÜR Kreative!“

Eine Bühne für gute Ideen

© KLUB DIALOG/Frank Pusch

Das in der Überschrift aufgegriffene Motto des KLUB DIALOG e.V. zeigt sehr schön die Grundidee des Projektes. „Nadine Portillo hatte damals den Auftrag von der Wirtschaftsförderung bekommen, sich um das damals noch recht junge Thema „Kultur- und Kreativwirtschaft“ in Bremen zu kümmern“, erzählt der im Vorstand tätige Adrian Rudershausen.

„Das Veranstaltungskonzept wurde dann über die Jahre immer weiter entwickelt, getragen von einem stetig wachsenden ehrenamtlichen Organisationsteam. 2011 hat sich dann ein Verein gegründet, der seitdem die verschiedenen Formate und Aktivitäten des KLUB DIALOG koordiniert und weiterentwickelt.“ Besonders ist an dem Projekt die Einzigartigkeit – sie fördern bewusst jegliche Art von kreativen Projekten. Sei es ein Erfinder oder ein frisch gegründetes Start-up Unternehmen. Jeder hat die Chance Teil des KLUB DIALOG zu werden – insofern die Idee wirklich gut ist.

Förderung! Aber wie?

Aber wie genau fördert der KLUB DIALOG denn jetzt die kreativen Projekte jeglicher Art? Jeden Monat findet ein KLUB DIALOG-Abend statt. Hier dürfen sich dann Monat für Monat fünf Projekte vorstellen. Klingt schon einmal an sich sehr interessant, doch so richtig reizvoll macht die ganze Sache das Konzept der Abende.

Jedes Projekt bekommt genau 7 Minuten Zeit, um sich möglichst überzeugend und authentisch darzustellen. Danach gibt es dann einen lauten Gong und der Mo derator beendet rigoros die Präsentation.

Dass der Abend für Kreative gedacht ist, merkt man schnell, denn die Vorstellungen haben in der Regel nichts mit „langweiligem Gefasel“ zu tun. Nein, es kann schon mal vorkommen, dass die Bühne kurzer Hand in einen Kicker-Raum verwandelt wird und man eine Partie spielt. Natürlich nur zur Eigenwerbung, denn wer möchte schon einen tragbaren Kicker mieten, wenn er nicht weiß, ob er wirklich funktioniert. Ein anderes mal nutzt man die Bühne als Modeatelier und schneidert innerhalb der 7 Minuten ein Kleid für eine Person aus dem Publikum. Denn wer will schon bloße Worte von einer Modemarke hören? Taten sind eben manchmal doch besser als Worte. Als wir Adrian Rudershausen nach der kreativsten Projektvorstellung fragten, sagte er: „Puh, da kann ich mich gar nicht   festlegen, wir hatten ja in den letzten sieben Jahren einige hundert Bühnengäste, die jeweils mit ganz eigenen Qualitäten begeistert haben. Deshalb machen die Veranstaltungen ja solchen Spaß. Es ist einfach unglaublich mitreissend und motivierend zu sehen, was sich alles entwickelt, was alles möglich ist.“

Ein Superheld wurde geboren …

Nach einer gelungenen Vorstellung kommt der Applaus. Zumindest ist es eigentlich so. Nicht aber im KLUB DIALOG, denn hier werden Bälle geworfen. Nein, natürlich nicht auf die Gäste! Sondern auf den größten Star eines jeden Abends – Silverman! Der Superheld der kreativen Szene ist das Maskottchen des KLUB und hält jedes mal wieder sein Schutzschild hin, wenn der Applaus ansteht und lässt sich und seine Zielscheibe mit den Schaumstoffbällen beschießen. Ein wahrlich lohnenswerter Anblick – und bei weitem nicht der einzige Grund in Zukunft mal bei einer der Veranstaltungen vorbeizuschauen. Die Orte liegen immer in Bremen, variieren aber von Show, zu Show. Mal sind sie im Universum, im Theater oder in der Kunsthalle – die Orte sind immer anders und eins auf gar keinen Fall – langweilig.

„Ein Trendscout für Kreative“

Man hat hohe Ambitionen, aber wird diesen auch gerecht. Der KLUB DIALOG versteht sich als eine Art Brücke zwischen den Kreativen und der Wirtschaft. Das Vorstandsmitglied Manuela Weichenrieder erklärt das so: „Kreativität ist nicht wegzudenken aus der Wirtschaft und aus den alltäglichen Prozessen. Manchmal stoßen Unternehmen jedoch bei Problemfeldern intern an ihre Grenzen und da ist es gut, Kreative Köpfe von Außen zu holen, um gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten.

Das ist erprobt und sehr oft von Erfolg gekrönt. Solche Potentiale und Geschichten sichtbar zu machen ist eine der Aufgaben des KLUB DIALOG.“ Deshalb möchte man Kreativität und Wirtschaft zusammenbringen. Kreativität soll sich lohnen und das Image „der brotlosen Kunst“ soll geändert werden. Genau dieser Ansatz macht das Publikum auch so wichtig. Für viele Leute aus der Wirtschaft ist der Termin des KLUB DIALOG fest im Kalender vermerkt, denn hier lernt man Projekte kennen und kommt mit diesen vielleicht in ein interessantes Gespräch nach dem offiziellen Teil.

Den KLUB DIALOG macht vor allem die bunte Mischung so attraktiv. Hier stellt sich ein weltweit agierendes Unternehmen mit den Wurzeln in Bremen vor und danach zwei Jugendliche, die gerade dabei sind ihr erstes Start-Up zu gründen. Manuela Weichenrieder sagt zu dieser „bunten Mischung“: „Genau so soll es sein – Bremen hat eine riesige Bandbreite an spannenden Leuten, Unternehmen, Unternehmungen und Projekten, hier „geht“ einiges! Ein Start-up von heute ist vielleicht der weltweit agierende Konzern von morgen.“

 

Schau doch mal hier vorbei …

www.klub-dialog.de

Über Florian Krüger 63 Artikel
Der Chefredakteur, der den Stift immer zur Hand hat und vor lauter Ideen fast das Schreiben vergisst - aber hat ja geklappt! Voilà ...

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