„Das Venedig des Nordens“

Ein Artikel von Florian Krüger

„Amsterdam ist eine tolle Stadt“, da waren wir uns am Ende unseren kurzen Trips alle einig. Wir als WANTED-Team hatten uns nämlich auf die Reise gemacht, um die Stadt mit den vielen Flüssen und den legalisierten Drogen zu erkunden. Insgesamt gibt es 165 Grachten und Singel, Heren-, Keizer- und Prinzengracht heißen die Hauptgrachten.

Auf diesen kann man sogar eine Stadtrundfahrt auf dem Wasser machen. Sicher mal etwas ganz Besonderes, denn die typischen Stadtrundfahrten mit dem Bus kennt man ja. Aber mit einer frischen Brise und am besten noch bei Sonnenschein, ist dies doch wohl eine mehr als gelungene Alternative. Nach knapp vier Stunden erreichten wir von Bremen aus unser Hotel und fuhren von dort aus zu unserem Ausgangspunkt: Dem Dam. Dies ist der Vorplatz des Königspalastes. Hier merkt man direkt den besondere Flair der Stadt – viele kleine Stände und ambitionierte Straßenkünstler tummeln sich hier. Ganz in der Nähe befindet sich auch der Hauptbahnhof und von dort aus ging es wei- ter in entgegengesetzter Richtung zum Wasser. An dem Tag spielte uns das Wetter in die Karten und so war die Innenstadt wirklich voll. Überall tum- melten sich Leute und natürlich auch viele Touristen. Die Einheimischen erkannte man daran, dass sie größtenteils mit dem Fahrrad unterwegs waren.

Zwei Highlights waren der Albert-Cuip-Markt und der Blumenmarkt. Der Albert Chip-Markt zählt zu den meistbesuchten Märkten in Amsterdam und bietet von Obst bis Klamotten, über Elektronik bis zum Fahrrad alles an. Dieser befindet sich im Szenenviertel der „Piep“ und hat nur samstags geöffnet. Der Blumenmarkt befindet sich komplett auf einem Schiff im Wasser und lässt jedes Frauenherz höher schlagen. Unzählige Blumen hängen von der Decke und man kann die berühmten Holländischen Tulpen in allen Varianten erwerben. Was allerdings ein wenig gruselig war und uns im ersten Moment nur als Scherz erschien – es gibt dort Cannabis-Pflanzen zu kaufen. Es gibt Cannabis an vielen Stellen – ob als Lolli, als Pflanze, im Tee, als Eis oder auch als Keks. Auf jeden Fall skurril! Auch gibt es rund um den königlichen Vorplatz (Dam) viele Einkaufsstraßen, wo es sowohl alle bekannten Marken als auch kleinere Geschäfte gibt, wo man zum Beispiel echten holländischen Käse kaufen kann oder andere traditionelle Produkte.

Wenn es dann langsam dunkel wird in den Straßen von Amsterdam, erwacht das Nachtleben und das ist in Amsterdam sehr ausgeprägt. Wir hatten davon gehört und uns gesagt, dass man es zumindest mal gesehen haben muss. Deshalb gingen wir in einem Restaurant in der Nähe italienisch essen und wollten uns danach auf den Weg machen. In einer der Straßen des Rot- Licht-Viertels angekommen, bekamen wir ein flaues Gefühl in der Magengegend und konnten es kaum fassen, wie sich die Frauen hinter den Glasscheiben anpreisen mussten. Das konnten wir nicht lange ertragen und so freuten wir uns, als wir wieder im Hotel ankamen, um den turbulenten Tag zu verdauen.

Am nächsten Tag besuchten wir dann noch bei schönem Wetter den Vondel-Park, welcher auch der „Central Park Amsterdams“ genannt wird. Hier kann man herrlich spazieren gehen, lesen oder auch joggen. Eine toll angelegte Landschaft, mit vielen Teichen und kleinen Wegen, schafft ein ganz be- sonderes Ambiente. Als Abschluss wollten wir dann noch das berühmte Anne Frank Haus besuchen und danach den Wochentrip beenden. Die gefühlt kilo- meterlange Schlange, schreckte uns jedoch ab und so bummelten wir einfach noch ein bisschen durch die schömen Straßen Amsterdams. Auch gingen wir noch kurz in den Jordaan, welches die „charmante Nachbarschaft“ von Amsterdam genannt wird. Hier kann man mal in die Seitenstraßen gehen und die vielen hübschen Hintergärten begutachten. Am Ende waren wir uns einig: Amsterdam muss man einfach einmal selbst gesehen haben. Definitiv eine Empfehlung!

Über Florian Krüger 28 Artikel
Der Chefredakteur, der den Stift immer zur Hand hat und vor lauter Ideen fast das Schreiben vergisst - aber hat ja geklappt! Voilà ...

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