FiST – ist bald wieder Sturmzeit?

ein Interview von Julien Niemann

© Tim Ilskens

Hi FiST, schön, dass du dir die Zeit genommen hast. Erzähl den Lesern, die dich nicht kennen, doch mal etwas über dich. Wer bist du, wie bist du zur Musik gekommen, was sind bisher, aus deiner Sicht, deine größten Erfolge?

Ja gerne, hi. Ich bin FiST, komme aus Bielefeld und mache Rapmusik. Viele Jahre hab ich das alles just for fun gemacht, aber seit den letzten Jahren geh’ ich das alles fokussierter und professioneller an. Erfolg,…ja. Erfolg ist ja immer relativ zu betrachten.

Wenn Erfolg jetzt Chartplatzierungen, ein dickes Auto und ein paar Mille auf dem Konto bedeutet, hatte ich sicherlich noch keinen Erfolg (lacht). Aber in meinem kleinen Kosmos war wohl mein erstes Solorelease 2013, die Sturmzeit EP, mein „größter“ Erfolg. Die EP kam gut an, ich war ein paar mal als Voract auf Tour durch ganz Deutschland und meine Fanbase wächst gesund immer ein bisschen weiter.

Man hat seit deiner letzten EP wenig von dir gehört. Hat das einen Grund? Was hast du so gemacht?

Stimmt. Ich war erstmal viel live unterwegs. Nach der EP ging es ja direkt auf Tour, mit Weekend. 2014 dann nochmal mit Gerard, dann wieder auf eine Mini-Tour mit Weekend und danach auch noch mit Ahzumjot. Klar, hätte ich dazwischen irgendwie was raus hauen können, aber ich brauche für sowas immer etwas Zeit und muss wirklich zufrieden sein, mit dem was ich mache. Ich durchlebe da immer wieder eine kleine Findungsphase. Wo will ich hin? Wie soll der Sound klingen? Was kann ich noch verändern? Wie entwickle ich das FiST-Ding weiter?

Wie kam es zu den Touren mit Weekend, Gerard und Ahzumjot?

Weekend und Ahzumjot kenne ich schon mehrere Jahre. Schon bevor die beiden durchgestartet sind und ihre Hypes hatten. Weekend hat einfach angerufen und gefragt „Hey, willst du mit auf meine Tour?“ Ich meinte dann nur „JAAAA, klaaaaar!“ und bin dann mit ihm und Persteasy auf Jeden Tag Wochenende Tour gefahren. Zum ersten mal Tourleben, im Nightliner durch Deutschland, das war schon sehr cool für mich als ‚Dorfkind‘. Bei Gerard lief das über unser Management, wir haben ja dasselbe. Alan hat mich auch angerufen und mich, ähnlich wie Weekend gefragt, ob ich nicht Bock hätte mit auf Nix mehr egal Tour zu kommen. Das ist alles kumpelmäßig abgelaufen und ich hatte die Möglichkeit viel live zu spielen.

Könntest du dir vorstellen auch mal alleine zu touren?

Klar, das ist wahrscheinlich von jedem Künstler der Wunsch, mal eine eigene Tour zu spielen. Mal sehen, wann es klappt. Ich hab wirklich super treue Fans. Jungs und Mädels, die quer durch Deutschland gefahren sind, um mich dann für 20 Minuten als Voract spielen zu sehen oder ganz Verrückte, die sich Textzeilen von mir tätowieren lassen. Das ist schon alles wahnsinnig surreal für mich, aber für eine eigene Tour muss die Fanbase erst noch ein bisschen größer werden. Keine Ahnung, vielleicht auch nicht. Warten wir mal die nächsten Releases ab.

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