SPEKTRUM – Review

Hip-Hop-Festival im Hafen Hamburg

© Harry Horstmann

Die Zeichen stehen gut an einem Samstagmittag Anfang August: 30º Außentemperatur, der Himmel blau und die A1 in Richtung Hamburg frei. Das Spektrum-Festival geht an diesem Tag in die sechste Runde, und weiß mit einigen Hochkarätern aufzutrumpfen: Miami Yacine, Bausa und Trettmann sind die Headliner, von denen man Entertainment pur erwarten darf. Doch auch weitere Talente der deutschen sowie der internationalen Hip-Hop-Szene sind mit von der Partie.

Am Schlengendeich in Wilhelmsburg bewegen sich die Menschenmassen gen Einlass. Hier lässt sich bereits das bunte Spektrum der Einzelnen erkennen, die das Festivalmotto individuell zu verkörpern wissen. Männer wie Frauen, Dicke wie Dünne, Schwarze wie Weiße, Hipster wie Oldschooler. Doch am Ende sind sie alle wegen einer Sache hier: Guter Musik. Und die sollen sie auch alle bekommen. Auf insgesamt drei Stages geben sich die Künstler die Ehre. DCVDNS beweist sein Können im nagelneuen Juve-Ronaldo-Trikot am frühen Nachmittag und macht Lust auf die nächsten Acts wie AJ Tracey, der den Weg aus London nach Hamburg auf sich genommen hat. Mit melodischen Songs und britischem Englisch weiß er die Meute für sich zu überzeugen. Es ist heiß, bunt – doch nie so, dass man einen Sonnenstich davonträgt oder es einem sprichwörtlich zu bunt auf dem Spektrum wird. Viele Food-Trucks bieten vielfältige kulinarische Köstlichkeiten und genügend Sitzgelegenheiten sind auch vorhanden, um kurz durchzuatmen. Die untergehende Sonne taucht die gesamte Szenerie in goldenes Licht. In diesem Licht weiß sich auch Headliner Miami Yacine zu inszenieren. Seine Hits wie „Bon Voyage“, „Montpellier“ und selbstverständlich „Kokaina“ erweisen sich als absolute Stimmungsmacher. Obwohl die Sonne allmählich vom Horizont verschwindet, fragt Megaloh im Anschluss in einer seiner Hooks, wer die Hitze hat. Und wenn man die Atmosphäre so erlebt, dann hat die so ziemlich jeder seiner Zuhörer. In der Dunkelheit gibt sich Bausa noch die Ehre, der die Festivalgänger spätestens mit „Was Du Liebe Nennst“ in seinen Bann zieht. Den Abschluss eines gelungenen Spektrum-Festivals machen Drunken Masters, die die Meute zum Tanzen bringt.

Wir kommen gerne wieder! 🙂

Über Joshua Brauns 22 Artikel
Der Lektor, der sich für Sport, Reisen und Musik begeistert - und darüber auch gerne schreibt. Viel Spaß beim Lesen!

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