TakeOff – IWICE

Ein Interview von Joshua Brauns und Florian Krüger

Gerade im Frühling gehört es einfach dazu – das Eis. Viele können davon gar nicht ge- nug bekommen, doch ständig kommt einem das schlechte Gewissen in die Quere. Damit soll jetzt Schluss sein. Die IWICE Handels GmbH aus Österreich hat die Lösung parat.

Die Lösung lässt sich ungefähr so beschreiben: Ein Eis mit sportlichen Eigenschaften, 50% weniger Kalorien und sechsmal mehr Protein als herkömmliches Speiseeis. Auch der Zuckergehalt des neuen Eis sei halbiert worden. Hört sich super an – aber kann das überhaupt noch schmecken? Laut der Gründer Johanna Köhler, Lukas Weinrich und Dirk Paffrath schon. Die Studenten hatten vor anderthalb Jahren die Idee, ein Fitnesseis zu entwickeln und haben nun ihre Idee in die Tat umgesetzt. Eigentlich ist der Markt für Nahrungsergänzungsmittel übersät: Shakes, Proteinriegel, Booster – alles schon mal da gewesen. Allerdings habe es nichts in Richtung eines Eis gegeben. Ein eigenes Eislabor zur Produktentwicklung wurde angemietet, mit dem die Gründer nun das perfekte Eis in Zusammenarbeit mit einer deutschen Eismanufaktur geschaffen haben wollen – in den Geschmacks- richtungen Erdbeere, Mango und Kakao.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Die Idee wurde an einem Tag geboren, an dem wir ziemlich gutes Wetter hatten. Wir kamen gerade vom Sport und hatten große Lust auf eine wohlverdiente Erfrischung. Als wir an der Eisdiele vorbeikamen, wollten wir unbedingt ein Eis haben, doch das schlechte Gewissen kam uns dazwischen. Nun ja – so simpel entstand eigentlich die Idee von IWICE.

Die Idee zu haben, ist die eine Sache, doch sie dann umzusetzen, die andere. Wie seid ihr also weiter vorgegangen?
Dirk und ich (Lukas; Anm. d. Red.) haben uns dann eine professionelle Eismaschine mit Kompressor gekauft. Dann haben wir eine Zeit lang einfach selbst experimentiert und unsere Familien und Freunde ständig mit neuen Eiskreationen beglückt. Einige Wochen später erzählte ich Johanna von der Idee, die diese kurzum bei einer Entrepreneurship Summer School einbrachte und ein passendes Business Model ausarbeitete. Außerdem haben wir viel recherchiert und uns mit dem gesamten Thema weiter auseinandergesetzt. Schließlich haben wir unsere Idee mit dem Konzept bei dem Wettbewerb „IDEE 2014“ eingereicht und den 5. Platz belegt.

Und ab da ging es für euch drei dann so richtig los?
Genau, dann hatten wir sozusagen Blut geleckt und wollten die Idee unternehmerisch nutzen. Viele unternehmerische Strukturen mussten in den letzten anderthalb Jahren aufgebaut werden und wir haben ein großes Netzwerk um uns aufbauen können.

Ihr studiert alle drei. Wie schafft man es, die Balance zwischen dem Studium und dem Unternehmen zu halten?
Dirk und ich studieren Psychologie und Johanna BWL. Es ist sicher nicht leicht, aber irgendwie ist es ja auch eine Herausforderung, an der wir wachsen. Ein weiteres Problem war lange die Distanz zwischen uns, denn David und ich wohnen am Wörthersee und Johanna bis vor kurzem noch in Hamburg. Na ja, unzählige stundenlange Skypegespräche haben uns gerettet. Seit September letzten Jahres wohnen wir alle in Österreich am Wörthersee.

Warum der Standort Österreich?
Wir haben hier staatliche Unterstützung in Form von nanzieller Förderung bekommen. Das hat uns anfangs sehr geholfen, doch irgendwann lief die Förderung aus und wir mussten umdenken. Zudem studierten Dirk und Lukas noch in Klagenfurt – die Standortwahl fiel also auch aus privaten Gründen so aus.

Wie macht ihr das aktuell mit der Finanzierung?
Wir sind durch halb Europa gefahren und haben uns mit verschiedenen potentiellen Partnern getroffen. Nun haben wir glücklicherweise einen Sportler gefunden, der uns als Business Angel über eine Seed-Finanzierung unterstützt.

Wo wird euer Eis erhältlich sein?
Wir bringen das Produkt im Mai auf den Markt. Ziel ist es zunächst, in deutschen und österreichischen Fitnessstudios, Schwimm- bädern, Hotels und Sportstätten zu starten. Daran arbeiten wir gerade mit Hochdruck.

Also wollt ihr mehr sein als eine Art „Pumper-Eis“?
Ganz genau – es geht um viel mehr, denn es gibt auch schon ein paar Konkurrenten mit ähnlichen Ideen. Wir wollen jedoch ein Gefühl mit der Marke IWICE transportieren und weg vom klassischen Bodybuilder-Image. Es geht um einen gesunden Lifestyle – und genau den fördert IWICE auf eine süße und gesunde Art und Weise.

Das WANTED-Team wünscht viel Erfolg bei dem Vorhaben!

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