Von Montreal bis nach New York

Mit der AIDA auf dem großen Teich - Ein Bericht von Jasmin Fohne

Mitte Oktober begann für meine Eltern, meinen jüngeren Bruder und mich eine unvergessliche Reise.Wirflogenfast 8 Stunden über den „Großen Teich“ bis nach Montreal in Kanada. Dort stiegen wir auf das Kreuzfahrtschiff Aida Diva und erlebten bis New York eine zehntägige Reise voller Abenteuer, Staunen und Abwechslung. Dadurch, dass wir abends in Montreal ankamen und es in Deutschland schon sechs Stunden früher war, waren wir natürlich ziemlich müde und haben nur noch etwas gegessen, unsere Kabine bezogen und die Familie meiner besten Freundin begrüßt, welche ebenfalls an Bord war.

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Die erste Nacht war leider für uns alle schlaflos und der Jetlag wirkte sich auch auf die kommenden Tage aus. Trotzdem war es am nächsten Tag natürlich ein unbeschreibliches Gefühl, endlich diese großartige fremde Stadt namens Montreal erkunden zu können. Noch nicht viel davon gehört? Die englisch- und französischsprachige Stadt liegt im Südwesten der Provinz Quebec und besonders im Herbst lohnt sich ein Besuch, denn die Laubverfärbung, den sogenannten Indian Summer, muss man einmal gesehen haben.

Wir sind mit dem Taxi durch die Altstadt bis zum Aussichtspunkt Mont Royal gefahren, haben die Aussicht genossen und sind dann zu Fuß bis zum typisch amerikanischen Einkaufszentrum Eaton Centre geschlendert.

Besonders beeindruckt haben mich natürlich die gelben Schulbusse, die fetten Trucks und die besonders kitschigen Weihnachtsläden. Bereits um 20 Uhr desselben Tages sind wir durch den Sankt-Lorenz-Strom nach Quebec ausgelaufen,welches bis jetzt meine persönliche kanadische Lieblingsstadt ist. Warum? Die unglaublichen Wälder voller Ahornbäume bringen die Augen zum Staunen und besonders der Anblick des Montmorency-Falls bleibt im Gedächtnis. Außerdem sind die Häuser dort wirklich sehr idyllisch und völlig anders als in Deutschland, jedoch muss man sich gut überlegen, ob man dort wirklich leben möchte – denn im Sommer herrschen dort zwar Temperaturen über 30 Grad, aber im Winter liegen bis zu 6 Meter Schnee, sodass sogar eine Schneesteuer fällig wird.

An den folgenden zwei Seetagen wurde uns auf dem Schiff trotzdem nie langweilig, denn es gab alles, was das Herz begehrt. Wir haben natürlich das volle Programm mitgemacht: fantastisches Essen genossen, Sport getrieben, viel gelesen, Spiele gespielt, Saunagänge, Shows angeschaut und abends haben wir uns entweder in einer der Bars einen Cocktail gegönnt oder in der Disco das Tanzbein schwingen lassen.

Ich verspreche Ihnen – das Leben auf solch einem Schiff ist wie eine eigene kleine Stadt und eröffnet atemberaubende Blicke auf die unendlichen Ozeane. Leider hatten wir einen Tag ziemlich starken Seegang, sodass auch ich wie viele andere im Bett bleiben musste, aber auch das war auch mal eine Erfahrung wert.

Über Halifax, der Stadt der Titanic-Gräber, schipperten wir nun endlich in die USA, nach Bar Harbor. Die Hafenstadt lebt vom Hummerfang und bietet das einzige Hummereis der Welt an, weshalb die Eisdiele ziemlich bekannt ist. Wir fuhren durch den Acadia-Nationalpark, welcher uns erneut einen wunderschönen Blick der Natur entlang des Waldes und der Klippen bot.

Nun ging es für uns weiter nach Boston, wo wir unseren einzigen verregneten Tag auf der Reise erlebten. Aber dies hinderte uns natürlich nicht daran, die berühmte Harvard-Universität anzugucken. Diese besteht aus einem sehr großen Anwesen, unter anderem einer Bibliothek mit über 11 Millionen Büchern. Leider darf man die Gebäude aufgrund der Aufdringlichkeit der Touristen nicht mehr besichtigen. Außerdem durfte ein Shoppingtrip zum Quincy Market nicht fehlen.

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Die hohen Gebäude brachten mich schon zum Staunen, doch am nächsten Tag erlebten wir sogar eine weitere Steigerung:

Das Highlight der Reise war New York, wo wir morgens um 7 Uhr nahe des Times Square eingelaufen sind. Hunderte von Gästen des Schiffes standen bereits um 5 Uhr auf dem obersten Deck, um das einmalige Einlaufen beim Sonnenaufgang mit Sicht auf die Freiheitsstatue und die Skyline zu genießen. New York muss man einfach mal gesehen haben, auch wenn die zwei Tage leider nicht gereicht haben, um alles zu sehen! Nach den hohen Gebäuden fällt der erste Blick wahrscheinlich auf die Straßen, welche wirklich ständig überfüllt sind.

Die Stadt, die niemals schläft, wird ihrem Namen tatsächlich gerecht. Ich kam mir vor wie im Film und es war ehrlich genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Meine Familie und ich besuchten das 9/11 Memorial, die Wall Street, den Central Park, gingen auf der Fifth Avenue shoppen und bewunderten den Blick bei Nacht aus dem 86. Stock des Empire State Building und den Times Square. Außerdem fuhren wir durch Brooklyn und China Town, welche Gegensätze von Manhattan bilden. Leider haben wir den New York Marathon und Halloween in Amerika knapp verpasst. Ich könnte noch endlos weiter schwärmen, doch irgendwann muss man mal zum Ende kommen. Sicher ist nur, dass diese Reise wirklich immer in meiner Erinnerung bleiben wird und ich wieder zurückkehren werde!

Über Wanted 22 Artikel
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