SVW-Stadionsprecher: Arnd Zeigler

„Fußball ist für mich wie das Leben in Miniaturformat“, erzählt der Stadionsprecher des SV Werder Bremen, Arnd Zeigler, und betont dabei, dass ihn der Fußball schon sein gesamtes Leben lang begleitet. „Als Fan einer Mannschaft durchlebt man Höhen und Tiefen. Es wird gejubelt, gelacht und geweint. Das alles gehört dazu und macht den Fußball so reizvoll.“ Arnd Zeigler ist auch Moderator einer eigenen Fußballshow mit dem Titel „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“, die jeden Sonntag im WDR ausgestrahlt wird und bald ihr zehnjähriges Jubiläum feiert. Hierbei sitzt Arnd Zeigler hinter seinem Schreibtisch, zeigt Ausschnitte der bei den Sonntagspartien und fachsimpelt mit Experten, Spielern und Trainern.

Dabei kommt Arnd Zeigler, der in Kirchweyhe aufgewachsen ist, aus einer Familie, die nicht viel mit Fußball zu tun hat. „Die Initialzündung kam bei mir, als ich bei einem Werder-Freundschaftsspiel Zuschauer war“, berichtet Zeigler und fügt hinzu: „Die Atmosphäre hat mich sofort fasziniert und bis heute nicht losgelassen.“ Als er vor 16 Jahren das Amt des Stadionsprechers übernahm, war er sehr aufgeregt. „Es war ein Spiel gegen Energie Cottbus und die Mannschaft hatte viele schwierige Namen in ihrer Aufstellung, sodass ich mich gut vorbereiten musste.“ Bis heute ist die Begeisterung des Stadionsprechers erhalten geblieben: „Die Atmosphäre ist jedes Mal großartig und vor dem Spiel bin ich immer aufgeregt“, gibt Arnd Zeigler zu und man spürt seine Leidenschaft für den Fußball. Was er macht, wenn er nicht gerade als Stadionsprecher, Moderator oder Experte im Einsatz ist? In seiner knapp bemessenen Freizeit beschäftigt sich der Vater von zwei Kindern mit seiner Familie und kehrt auch gerne in seine Heimat Weyhe zurück. „Manchmal fahre ich nach Weyhe, um dort ein bisschen Zeit zu verbringen und alte Bekannte zu treffen.“ Arnd Zeigler hat früh damit angefangen, für das Radio zu arbeiten und erinnert sich noch genau an eine kuriose Szene aus seinen Anfängen: „Ich war bei einem Werder-Europacupspiel gegen Dynamo Berlin, heute legendär,

und sollte für Radio Bremen einen Stimmungsbericht einfangen.“ Allerdings wurde das Spiel von Werder Bremen gegen Dynamo Berlin zu einem echten Kracher und so schaffte es Werder, dieses Europapokalspiel von einem 3:0 im Hinspiel zu einem 5:0 im Rückspiel zu drehen. „Alle Werderanhänger waren nach dem Spiel in völliger Euphorie, manche haben den Platz gestürmt. Ich war zufällig der Schnellste und wurde auf Höhe der Mittellinie dann von Ulrich Borowka umgerammt, weil er dachte, dass Spiel sei noch nicht vorbei und mich für einen verrückten Fan hielt. In diesem Moment hatte ich echt Angst, dass das Spiel doch noch nicht vorbei war und ich jetzt live im Fernsehen auf dem Mittelkreis lag.“ Arnd Zeigler muss bei den Erinnerungen an diesen Moment grinsen und vermutet, dass er seitdem nie mehr einen so hohen Adrenalinspiegel hatte.

Seit 16 Jahren Stadionsprecher beim SV Werder Bremen

Für den Stadionsprecher ist sein Beruf ein Privileg, da er sein ganzes Leben lang nur seinen Hobbys nachgegangen ist: Fußball und Popmusik. „Allerdings ist es manchmal auch ein zweischneidiges Schwert, denn ich kann nie entspannt in der Kneipe Fußball mit Freunden gucken – sondern habe immer Hintergedanken, wie ich das mit in die Sendung bringen könnte“, erzählt Zeigler. „Wochenenden haben ich eigentlich auch nie“, fügt er hinzu und ist trotzdem sehr zufrieden. Der ehemalige Schüler der KGS Leeste hat auch zum Teil die Werderhymne „Lebenslang Grün-Weiß“ im Meisterjahr 2004 gesungen und moderiert jeden Dienstagabend eine Musiksendung auf Bremen Vier.

 

Wanted Kriminalakte

In meiner Schulzeit wollte ich einem jüngeren Schüler, der es nicht schaffte, eine Lehrerin mit dem Schneeball zu treffen, mal zeigen, wie man sowas richtig macht. Sie stand bestimmt 50 Meter weit weg und ich hielt es nicht für möglich, dass ich sie treffen würde. Doch dann: Volltreffer! Direkt am Hinterkopf! Zum Glück kam sie mit Kopfschmerzen und ich mit einer dicken Verwarnung davon.

Über Florian Krüger 28 Artikel
Der Chefredakteur, der den Stift immer zur Hand hat und vor lauter Ideen fast das Schreiben vergisst - aber hat ja geklappt! Voilà ...

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